Wohnen im höheren Lebensalter

Die Rede vom Altwerden

Wir werden weniger, grauer und viel bunter – diese paar Worte beschreiben in aller Kürze den demografischen Wandel in der nahen Zukunft. Die Gesellschaft verändert sich – mehr ältere Menschen, mehr Hochbetagte, mehr Menschen in der postfamiliären Phase, weniger Familien, mehr jüngere Singles, mehr «Patchwork-Familien» – und mit all diesen Veränderungen ist die Frage gekoppelt, wie wollen, können, möchten all diese unterschiedlichen «Menschengruppen» im Alter (gut) leben.

Angesichts dieser Tatsachen ist es viel zu wenig, die stationären und halbstationären Alters- und Pflegeplätze aufzustocken. Um diesen «neuen Alten» gerecht zu werden, sind zukunftsweisende Konzepte notwendig, die jetzt gedacht und geplant werden müssen: Beispielsweise Wohnen in bekannter kleinräumiger und gut vernetzter Umgebung, in der Eigeninitiative und gegenseitige Hilfe willkommen ist, so wie andere ganzheitliche Strategien neuer Formen der Daseinsversorgung. Das wiederum bedingt viel flexiblere Finanzierungsmodelle als wir sie derzeit haben und praktizieren.

Diesen wichtigen Fragen stellt sich die Reihe: «Die Rede vom Altwerden», veranstaltet von der Lebenshilfe Balzers und dem Haus Gutenberg.


Wohnen im höheren Lebensalter

Wohnformen im höheren Lebensalter verändern sich. Aktuell lassen sich vor allem folgende Trends feststellen: Erstens werden vermehrt barrierefreie Wohnungen gebaut, in denen neue digitale Techniken ein selbständiges Leben bei funktionalen Einschränkungen erlauben. Zweitens werden immer mehr Wohnprojekte geplant und gebaut, die von Anfang an eine möglichst gute Durchmischung der Generationen erlauben. Drittens besteht – trotz oder gerade aufgrund einer ausgeprägten Individualisierung – ein verstärkter Wunsch nach mehr sozialen Kontakten im Wohnumfeld. Dies führt zu einer neuen Gestaltung von Nachbarschaften und Quartieren. Viertens werden – vor allem für Menschen im hohen Alter – neue Formen eines betreuten Wohnens entwickelt. Betreutes Wohnen oder Wohnen mit Service erlaubt ein selbstständiges Wohnen und Leben auch bei gesundheitlichen Einschränkungen. Im Vortrag werden diese neuen Wohntrends vorgestellt und anschliessend in der Podiumsdiskussion disputiert.
 
Podiumsdiskussion: mit Dr. Antonia Jann, Geschäftsführerin der AGE-Stiftung, Dr. François Höpflinger und Hansjörg Büchel, Vorsteher Balzers
Moderation: Hans Brunhart

Ort

Bildungs- und Seminarhaus Gutenberg

Beginn

Dienstag, 24.04.2018, 19:00

Ende

Dienstag, 24.04.2018

Bemerkungen

mit anschliessendem Apéro

Haus Gutenberg in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Balzers

Referent/innen

François Höpflinger, Dr. Titularprofessor für Soziologie an der Universität Zürich und Autor verschiedener Publikationen, Forschungsschwerpunkt Alters- und Generationenfragen.

weiterführende Informationen

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Kosten

Eintritt frei

Anmeldung

Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung nötig.

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